…das Leben des Hl. Antonius

 

Das erste Fenster: der Dom von Palermo/Sizilien. Darunter sehen wir, wie Antonius als Bettelmönch eingekleidet und in einer bischöflichen Schule unterwiesen wird.

Das zweite Fenster: oben die Franziskuskirche in Assisi, darunter die Predigt vor den Fischen und Antonius, wie er in der Küche einer Einsiedelei arbeitet.

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Das dritte Fenster zeigt oben den Petersdom in Rom. Darunter erkennen wir das Wunder mit dem Esel, der sich zu beten anschickt, und wie Antonius vom Baum herab predigt.

Im vierten Fenster steht oben der Dom von Padua, in der Mitte predigt Antonius vor dem Papste, unten sehen wir das Sterben des hl. Antonius.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lebensbild des hl. Antonius


Der heilige Antonius wurde am 15. August 1195 in Lissabon geboren. Mit 15 Jahren trat er den Augustiner-Chorherren bei. Nach zwei Jahren siedelte er in das Kloster zum heiligen Kreuz bei Coimbra über, wo er eine sehr gründliche theologische Ausbildung erhielt. Wahrscheinlich wurde er hier auch zum Priester geweiht. Von Verlangen nach dem Martyrium getrieben, schloss er sich mit Erlaubnis seiner bisherigen Obern dem Franziskanerorden an und erhielt nun den Namen Antonius. Auf seinen dringenden Wunsch hin wurde er nach Marokko gesandt, erkrankte aber unterwegs und wurde nach Sizilien verschlagen. Antonius fand Aufnahme in einer italienischen Ordensprovinz und lebte längere Zeit wie ein Einsiedler in Monte Paolo. Die Obern erkannten bald seine Begabung für das Predigtamt und betrauten ihn damit. Er soll manchmal bis zu 30 000 Zuhörer gehabt haben. Der Heilige starb am 13.6. 1231 in der Nähe von Padua. Seine Ruhestätte fand er in Padua selbst, wo er am Dienstag nach seinem Tode begraben wurde. Daher kommt es, dass er besonders auch heute noch bei uns an den "Antoniusdienstagen" (9 Dienstage vor Palmsonntag) verehrt wird. Schon ein Jahr nach seinem Tode wurde er heilig gesprochen.
Das Volk denkt bei seiner Verehrung aber weniger an die hohen wissenschaftlichen Leistungen des Heiligen, sondern ruft ihn vielmehr in den verschiedensten Anliegen an, an erster Stelle zur Wiederfindung verlorener Sachen. Der heilige Antonius ist der Hauptpatron unserer Pfarrkirche. Die heilige Ursula ist die Nebenpatronin.